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Salimander bei den Fledermäusen

Am Spätsommeranlass der Salimander-Kinder waren die Fledermäuse im Zentrum. In Zuzgen selber gibt es eine Mausohrkolonie. Die über 40 Kinder erfuhren in vier Posten viel interessantes über die nachtaktiven Tiere. Clemens Wunderlin (Fledermausbetreuer aus Wegenstetten) erzählte, wie sich das Fledermausjahr abspielt anhand der Fledermaus“Eulalia“. Eulalia lebt mit ihrem Fledermausjungen in der Wochenstube. Das Junge muss gesäugt werden – die Zitzen der Mutter befinden sich unter den Armen. Wochenstuben sind dazu da, dass sich die Jungen gegenseitig warm geben können. Die Mutter erkennt ihr Junges am Geruch. Am willkommenen Bastelposten konnte eine Fledermaus aus Papier gebastelt werden. „Wie verwandelt sich ein Kind in eine Fledermaus?“ Diese Aufgabe lösten die Kinder ganz einfach mit Strassenmalkreide. Auf dem grauen Turnplatzboden wurden ganz viele farbige Verwandlungen aufgezeigt. Die Kinder lernten auf spielerische Art und Weise viel über die Anatomie einer Fledermaus. Zum Beispiel dass die einzelne herausstehende Kralle am Flügel der Fledermaus eigentlich der Daumen ist, und dass die Finger das Grundgerüst für die feine, gut durchblutende Fledermaushaut sind. Am vierten Posten konnten sie anhand einer leider toten Fledermaus nochmals genau die Anordnung der Knochen anschauen. Ebenso erfuhren sie, dass eine Fledermaus in einer Nacht ca. 2000 Insekten verspeisst und dass dazu eine intakte Landschaft überlebenswichtig ist. Nur wenn artenreiche Wiesen und Hecken den Insekten Nahrung bieten, können diese wiederum für Fledermäuse Nahrung sein. Natürlich sind auch die letzten geeigneten Dachstöcke als Wochenstuben dringend zu schützen und zu erhalten – ohne Nachkommen bei den Fledermäusen geht es auch bei diesen bereits seltenen Tieren nicht.

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